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FRAPA

Wer ist die FRAPA?

Die FRAPA (Format Recognition and Protection Association) ist ein internationaler Produzentenverband mit dem Ziel der Stärkung des Formatschutzes. Der Verband wurde im Jahr 2000 in Monaco gegründet und hat seinen Geschäftssitz seit 2013 in Amsterdam. Ute Biernat, Geschäftsführerin von UFA SHOW & FACTUAL war von 2006 bis 2013 Vorsitzende der FRAPA.

Zu den FRAPA-Mitgliedern zählen rund 100 Fernsehproduktionsfirmen aus über 30 Ländern. Hierzu gehören in Deutschland unter anderem die Produktionsfirmen BRAINPOOL TV GmbH, UFA SHOW GmbH oder Granada Produktion für Film und Fernsehen GmbH. Weitere internationale Mitglieder sind z.B. Distraction Formats (Kanada), Entertainment Store (Australien), Nordisk Film Production (Dänemark), FremantleMedia (UK), Endemol International (Niederlande), Robert Chua Production House Company (China), Fox Reality Channel (USA) oder Armoza International Media (Israel).

Warum Formatschutz?

Der weltweite Handel mit Fernsehformaten boomt. Das Problem: Die aktuelle rechtliche Situation bietet keine ausreichende urheberrechtliche Regelung zum Kopierschutz von Fernsehformaten. Aus diesem Grund engagiert sich die FRAPA für die Anerkennung von Fernsehformaten als geschützte Werke und für eine angemessene Beteiligung der Urheber an dem wirtschaftlichen Nutzen, der aus ihrem Werk gezogen wird.

Aufgaben der FRAPA

Die FRAPA setzt sich dafür ein, dass Formate als intellektuelles Eigentum respektiert und geschützt werden. Bei Formatstreitigkeiten bietet der Verein Mediationen an. In den letzten Jahren konnten so 80 Prozent der Fälle außergerichtlich gelöst werden.

Außerdem hat die FRAPA die "International Digital Online Format Registry" eingerichtet. Hiermit bietet sie – ähnlich einem Patentamt – die Möglichkeit Formatideen  und -konzepte international zu registrieren und damit zu belegen, zu welchem Zeitpunkt ein eingereichtes TV-Konzept bereits existierte.

Weiterhin organisiert der Verband gemeinsam mit dem führenden Mediendienst C21Media den "FRAPA/C21Media Format Award" auf der Mipcom in Cannes. Auf der Website www.c21screenings.net/formatawards/ können jedes Jahr neue TV-Formate online eingereicht werden. Welche Formate schließlich mit einem Preis in Cannes ausgezeichnet werden, wird von den Mitgliedern der C21Media-Community in einer demokratischen Abstimmung per Onlinevoting bestimmt.

Um die wirtschaftliche Bedeutung des internationalen Formathandels herauszustellen, veröffentlicht die FRAPA auf der Mipcom im Oktober 2009 die internationale Studie "TV Formats to the World". Die Studie wird in Zusammenarbeit mit dem Medienforschungsinstitut "The WIT" und dem Journalistenbüro "TV Sisters" erstellt und beleuchtet die Veränderung des Formathandels sowie Veränderungen in Sender- und Produzentenlandschaft in über zwölf Ländern.

Mehr Informationen zur Studie und zur FRAPA im Allgemeinen unter
www.frapa.org.